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Belgien

Ausflugstipps

Möchten Sie einen kleinen Ausflug in Flandern oder Brüssel unternehmen? Wir haben auf allgemeinen Wunsch versucht, einige Anregungen zusammenzutragen und im Infopaket „Barrierefreie Tagesausflüge“ (pdf) zu bündeln. Darunter gibt es ‚Dauerbrenner‘, aber vielleicht auch einige überraschende Neuentdeckungen.

 

Zugänglich Flandern

Auf www.toevla.be finden Sie Informationen zur Zugänglichkeit von Gebäuden wie Hotels, Ferienzentren, Museen, Kulturzentren, Sportzentren, Rathäusern und Schulen, aber auch von Radwegen, Wanderwegen sowie sonstigen Tourismusanlagen. Dabei geht es um objektive Messdaten, die u.a. im Auftrag von Toerisme Vlaanderen zusammengetragen worden sind.

Die Website verfügt über verschiedene Suchmöglichkeiten, womit man schnell Informationen entsprechend der eigenen Einschränkungen und Bedürfnisse aufrufen kann. Informationen auf Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

 

Barrierefrei an den Strand

Vom 1. Juli bis zum 31. August gelangen Sie an der flämischen Küste barrierefrei an den Strand. Neben Assistenz ist auch geeignetes sanitäres und Hilfsmaterial (z. B. Strandrollstühle) verfügbar.

In De Haan, Middelkerke, Nieuwpoort, Oostende, Vosseslag, Wenduine, Westende und Zeebrugge wird dieser Service angeboten. Hilfe ist täglich zwischen 10.30 und 18.30 Uhr verfügbar.

Die Brochüre kann hier heruntergeladen werden (pdf-Format).

 

Brüssel

Unter dem Titel ‚Brussel Op Wieltjes’ präsentiert Indivo einen für Rollstuhlbenutzer mit Helfer geeigneten Rundgang um den Großen Markt. Inzwischen sind auch die Routen rund um den Place du Sablon und die Marolles fertig. Die verfügbaren Parcours können einfach heruntergeladen werden von www.indivo.be. Auf Niederländisch verfügbar.

 

Die Organisation ANLH (Association Nationale pour le Logement des personnes Handicapées – Nationale Vereinigung für die Unterbringung von Personen mit einer Behinderung) untersucht einige hundert Gebäude auf ihre Zugänglichkeit. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind auf der Website www.anlh.be/?view=rubl&id=74 zu finden. Auf den ersten Blick scheint es vor allem um Tourismus zu gehen, aber mittlerweile werden auch Schulen und Haftanstalten unter die Lupe genommen. Mit Hilfe des Suchmoduls kann man angeben, was für den Benutzer wichtig ist. Auf diese Weise finden Sie schneller ein Gebäude gemäß Ihrer Anforderungen.

In französischer Sprache verfügbar.

 

Noch mehr zu unserer Hauptstadt finden Sie auf der Website www.brusselandersbekeken.be. Die VoG ‚Gehandicapten en Solidariteit’ listet einige echte Tipps für Personen, die einen behindertengerechten Ausflug nach Brüssel organisieren, auf. Dort sind Anregungen in Sachen Verkehrsmittel, Aktivitäten sowie Essen und Trinken zu finden. Die Website ist in niederländischer Sprache verfügbar. Eine französischsprachige Fassung ist in Arbeit. Die Informationen sind auch in Form einer Broschüre erhältlich: „Brussel anders bekeken“. Mehr dazu erfahren Sie an dieser Adresse: Steden anders bekeken; Brussel inclusief - Gehandicapten en Solidariteit - Zuidstraat 111 - 1000 Brüssel - Tel. 32 2 546 15 91 – E-Mail: nfgz-at-skynet.be.

 

Sie sind in Brüssel und möchten etwas unternehmen? ‚Loisirs des personnes handicapées’ wartet mit einer Fülle von Ideen auf: das Angebot an Sehenswürdigkeiten, Hobbys und Freizeitaktivitäten ist groß. In der gedruckten Broschüre können Sie nach Behinderung oder Sichtwort suchen. Der Führer ist kostenlos erhältlich bei: IDJ asbl - rue au Bois 11 - 1150 Brüssel - Tel.: +32(0)2 772 70 20 - Fax: +32(0)2 772 72 09 – E-Mail: idj-at-idj.be. Wer die Website www.idj.be besucht, kann dieselben Informationen mit einem Klick auf ‚Loisirs des personnes handicapées’ in einer Datenbank abrufen. Sowohl der gedruckte Führer als auch die Website sind in französischer Sprache verfügbar.

 

Zugänglichkeitsinformationen über Hotels, Restaurants, Parkplätze, öffentliche Toiletten, Erholung, Kultur und Transportmöglichkeiten in Brüssel. Die Mitarbeiter sind von internationalen Normen und den daran gekoppelten Symbolen ausgegangen. Information: AMT, A. Renoirstraat 5/4, 1140 Evere, Tel.: +32(0)2 705 03 48, E-Mail: info-at-brusselvoorallen.be oder magmaybe-at-hotmail.com. www.brusselvoorallen.be ist verfügbar in der niederländischen, englischen und französischen Sprache.

 

KMKG

Die KMKG (Königlichen Museen für Kunst und Geschichte) umfassen verschiedene in Brüssel ansässige Museen, wozu auch das Jubelparkmuseum und der Horta-Lambeauxpavillion, das Hallepoort, der Japanische Turm, der chinesische Pavillion und das Musikinstrumentmuseum gehören.Die KMKG organisieren jedes Jahr im Blindenmuseum im Jubelparkmuseum  Ausstellungen, die eigens für Blinde und Menschen mit einer Sehschwäche entwickelt wirden. Sie genießen das außerordentliche Vorrecht, die Ausstellungsgegenstände tastend zu entdecken. Aus Sicherheitsgründen ist dies nur mit der Begleitung eines Führers möglich. Für diese Führungen ist eine rechtzeitige Reservierung erforderlich. Bei jeder Ausstellung erscheint ein gesprochener Katalog, der ebenfalls in Brailleschrift und digitaler Form herauskommt. Im Musikinstrumentmuseum (MIM) können Behinderte das ganze Jahr über Instrumente aus den Sammlungen bewundern. Das können sie eigenständig oder aber in Begleitung eines Animateurs tun. Das MIM organisiert ebenfalls Museumsateliers und Workshops für Mitmenschen mit einer Behinderung. Diese Aktivitäten wurden eigens entsprechend der Behinderung der Teilnehmer ausgetüftelt und angepasst. Die Animateure, die diese Aktivitäten betreuen, verfügen neben einer musikalischen Ausbildung außerdem über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Arbeit mit Personen mit einer Behinderung.

Der online KMKG-Katalog mit mehr als 80 Meisterstücke finden Sie hier.

Info: tel Jubelparkmuseum: +32 2 741 72 14 - E-mail: ECD-at-kmkg-mrah.be - Website: www.kmkg-mrah.be.

Verfügbar in der niederländischen und französischen Sprache.

MIM: tel: +32 2 545 01 53 oder +32 2 545 01 33 - E-mail: seed-at-mim.fgov.be - Website: www.mim.fgov.be.

 

Das Meer

Wo kann man mit dem Rollstuhl auf den Strand fahren? Wo gibt es Behindertenparkplätze? Wie gelangt man mit der Küstentram an sein Ziel? Haben Sie Vorschläge für Sehenswürdigkeiten in der Umgebung? Brauchen Sie am Strand einen Helfer? Wo gibt es öffentliche Behindertentoiletten?

Ob Sie einen Tagesausflug mit der Kühltasche unternehmen oder einen längeren Aufenthalt planen, im Infopaket „Strände und Küstengemeinden“ (PDF-Datei) finden Sie viele nützliche Tipps und Informationen. Drucken Sie es sich aus und packen Sie es in Ihre Strandtasche!

 

Schelde, Dender, Rupel
Zwischen den “Flämischen Ardennen” und der Heidelandschaft der Kempen, zwischen dem „Grünen Gürtel“ und dem Waasland erstreckt sich das touristisch attraktive Scheldeland. In einer 15-seitigen Broschüre sind Übernachtungsadressen, Ausflugstipps, Pauschalarrangements usw. (auch) für Menschen mit einer Behinderung aufgeführt. Für Rollstuhlfahrer und sehbehinderte Menschen gibt es spezielle Tipps. Die Broschüre kann von der Website www.scheldeland.be heruntergeladen werden (es gibt von dieser Site auch eine deutsche Version) oder direkt über den folgenden Link geöffnet werden: www.scheldeland.be/scheldeland/uitmethandicap.aspx.
Informationen auf Niederländisch.

 

Friedensdenkmal

Seit Anfang 2006 kann man den von den Vereinten Nationen als Friedensmuseum anerkannten Ijzerturm auch virtuell besuchen. Für Besucher mit einer Sehbehinderung gibt es ein Modell des Turms und der Umgebung. Ein kurzer Film mit Untertiteln in niederländischer, französischer und deutscher Sprache führt den Bescher zurück in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Auch Anregungen für behindertengerechte Tagesausflüge in der Gegend sind hier erhältlich. Zusätzliche Auskünfte findet man auf der Website www.ijzertoren.org (in niederländischer, englischer, französischer und deutscher Sprache).

 

„Passepartout“ für die Wallonie
Ein Passepartout ist ein Schlüssel, mit dem man mehrere Schlösser öffnen kann. Der „indice passe-partout“ der Organisation Gamah asbl ist vor allem deshalb praktisch, weil man damit herausfinden kann, welche Gebäude Menschen mit einer Behinderung zugänglich sind. Gamah im belgischen Namur testet objektiv Gebäude auf ihre Zugänglichkeit und inventarisiert sie anschließend. Auf der Website www.ipp-online.org/recherche/recherche.php bekommt jedes Gebäude eine „Note“ zwischen 0 und 10, wobei sich die Bewertung nach der Art der Behinderung richtet: Rollstuhlfahrer (mit oder ohne Begleitperson), gehbehinderte Menschen, Menschen mit einer geistigen Behinderung, sehbehinderte, taube und schwerhörige Menschen. Ein PDF-Dokument enthält eine gründliche Besprechung mit Illustrationen. Erfasst sind zahlreiche öffentliche und touristische Gebäude in der Wallonie, dem französischsprachigen Teil Belgiens.
Alle Informationen auf Französisch.

 

Autonomia
Die Website http://wal.autonomia.org ist eine unerschöpfliche Informationsquelle für Menschen mit einer Behinderung (vor allem im französischsprachigen Teil Belgiens). Das Angebot übersteigt bei Weitem den barrierefreien Tourismus, aber es gibt auch sehr nützliche Informationen über behindertengerechte Übernachtungsbetriebe, Freizeit, Transport und Tourismus im Allgemeinen.
Alle Informationen auf Französisch.
 

Lauf, Pferdchen, lauf…
Lust auf eine Planwagenfahrt durch die hügelige Landschaft der „Flämischen Ardennen“? Auch für Rollstuhlfahrer kein Problem. Die Firma „Koetsen Verdonckt“ (Kutschen Verdonckt) veranstaltet Fahrten für Gruppen von 16 bis 24 Personen. Wer lieber selbst die Zügel in die Hände nimmt, kann sich für eine Einführung ins Pony-Lenken anmelden (im Ponywagen gibt es Platz für einen Rollstuhl). Richtig Atmosphäre schnuppern können Sie im firmeneigenen Kutschenmuseum, das – Sie ahnen es bereits – für Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Info: Johan Verdonckt, Rubberigtsbank 39, 9681 Maarkedal, Tel : +32 (0)55 21 87 17, Handy: +32 (0)484 40 43 21, E-mail: koetsen.verdonckt-at-telenet.be, website: www.koetsen-verdonckt.be.

Informationen auf Niederländisch.

 

Fährmann, kann ich übersetzen?
Von einem Ufer zum anderen – mit einer Fähre macht die Überquerung eines Flusses viel mehr Spaß als wenn man eine Brücke benutzt. Kein Wunder, dass dieses Transportmittel bei Ausflüglern, aber auch bei (immer mehr) Leuten, die ihren Arbeitsweg durch die Benutzung einer Fähre abkürzen können, so beliebt ist. Haben auch Sie Lust, die flämischen Gewässer einmal mit der Fähre zu erkunden? Surfen Sie einfach nach http://home.scarlet.be/hermanjanssens/klwillebroek.htm. Herman ist einer der Experten, die angefangen haben, die Zugänglichkeit der Fußgänger- und Radfahrerfähren in Flandern zu erfassen. Die Ergebnisse seiner Recherchen hat er vorläufig auf seine eigene Homepage gestellt. Über die künftige Form der Veröffentlichung wird noch beraten. Zurzeit geht es auf dieser Website vor allem um Fährverbindungen in der Provinz Antwerpen. Sie finden deutliche Beschreibungen, die allen Rollstuhlfahrern, Blinden und Sehbehinderten eine wirkliche Hilfe sind. Im Kapitel Richtlijnen (Richtlinien) können Sie nachlesen, welche Kriterien die Rechercheure berücksichtigt haben.
Schauen Sie sich zuerst mal die Informationen an, und wagen Sie sich dann aufs Wasser. Informationen auf Niederländisch.

 

Tierisches

Besucher des Antwerpener Zoos, des Tierparks Planckendael in Mechelen und des Antwerpener Riesenaquariums Aquatopia können künftig einen Rollstuhl vor Ort mieten. Alle drei bieten eine kostenlose Rollstuhlnutzung an.

Planckendael bittet darum, mindestens drei Tage im Voraus zu reservieren. Dies kann man telefonisch unter der Rufnummer +32(0)15 41 49 21 oder Online über die Website www.planckendael.be

(in niederländischer und französischer Sprache verfügbar) tun. Zusätzliche Auskünfte zur Zugänglichkeit des Tierparks für Rollstuhlbenutzer und Angaben zur Broschüre „Planckendael op wieltjes“ sind auf der Website www.planckendael.be zu finden.

Auch der Antwerpener Zoo empfiehlt, drei Tage im Voraus über die Rufnummer +32 3 202 45 40 oder Online über die Website www.zooantwerpen.be zu reservieren (in niederländischer und französischer Sprache verfügbar). Am Haupteingang ist die kostenlose Broschüre „De Zoo op wieltjes“ verfügbar. Er kann ebenfalls unter der Rufnummer: +32(0)70 23 33 54 angefordert werden.

Aquatopia verfügt über 1 Rollstuhl. Informationen über dessen Verfügbarkeit erhalten Sie unter der Rufnummer +32(0)3 203 13 07.

 

Plantenplan

Der Nationale Botanische Garten Belgiens in Meise händigt seinen Besuchern stets einen Plan des Gartens aus. Künftig erhalten Besucher mit einer Behinderung am Eingang noch eine weitere Broschüre. Darin sind die Vor- und Nachteile der Domäne für Personen mit einer motorischen, auditiven oder visuellen Behinderung aufgeführt. Die Broschüre ist in drei Sprachen (Niederländisch-Französisch-Englisch) gehalten und ist an der Kasse des Nationalen Botanischen Gartens Belgiens, Domein van Bouchout, 1860 Meise erhältlich. www.plantentuinmeise.be

 

Hohes Venn – Eifel

Der Naturpark Hohes Venn – Eifel erstreckt sich über ein Grundgebiet von gut 20 belgischen und deutschen Gemeinden. Für Besucher mit einer Behinderung wurden eine informative Broschüre und Website zur Zugänglichkeit der Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten vor Ort erstellt. Auf der Website www.eifel-barrierefrei.de können Sie ein Symbol entsprechend Ihrer Behinderung anklicken und alle Möglichkeiten betrachten oder aber nach Gemeinden suchen, welche Vorkehrungen dort für verschiedene Behinderungen verfügbar sind.

Die Broschüre „Eifel barrierefrei“ ist beim Naturpark Nordeifel im Deutsch-Belgischen Naturpark, Steinfelder Str. 8, D-53947 Nettersheim oder per E-Mail (info-at-naturpark-eifel.de) zu bestellen. Sie kann außerdem im PDF-Format auf der Website www.eifel-barrierefrei.de/data/broschuere_barrierefrei.pdf heruntergeladen werden.

Informationen in deutscher Sprache verfügbar.

 

Stützpunkt Ferienbeteiligung

Nicht nur körperliche, sondern auch finanzielle Hemmnisse können sich in den Weg eines schönen Urlaubs stellen.

Der Stützpunkt Ferienbeteiligung – gegründet 2001 bei Toerisme Vlaanderen – will gemeinsam mit Urlaubern, Vereinigungen und dem Tourismussektor an einer Strategie für eine Beteiligung am Urlaub für Menschen mit geringen Einkünften und ihre Kinder arbeiten. Auf diese Weise können Organisationen, die Ferien für Personen mit einem geringen Einkommen organisieren, für eine finanzielle Unterstützung in Frage kommen.

Als Urlauber können Sie sich an den Stützpunkt werden, um Informationen zu bezahlbaren Ferienformeln zu erhalten.

Info: Toerisme Vlaanderen, Steunpunt Vakantieparticipatie, Grasmarkt 61, 1000 Brussel, Tel.: +32 2 504 03 97, Fax: +32 2 504 04 05.

e-mail: vakantieparticipatie-at-toerismevlaanderen.be

Verfügbar in der niederländischen Sprache.